Nutzungsart · Wohnen
Wohnimmobilien: Preisindizes für Wohnungen und Häuser
Häuserpreisindex, Bundesbank-Indizes nach Stadtkategorien, vdp-Immobilienpreisindex und Hypoport-Gesamtindex – mit Jahresveränderungen, langen Reihen seit 1975 und Einordnung für die Wertermittlung.
Datenstand: 10.10.2026 · tägliche Aktualisierung aus den Zeitreihen-Datenbanken der Quellen
Kennzahlen
Aktuelle Entwicklung
Deutschland
Häuserpreisindex und Transaktionsindizes
Der Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamts misst die Preisentwicklung aller Transaktionen von Wohnimmobilien; vdp und Hypoport werten Finanzierungsfälle aus.
Häuserpreisindex Deutschland
2025=100
Häuserpreisindex: Veränderung zum Vorjahresquartal
% ggü. Vorjahr
vdp-Index selbst genutztes Wohneigentum
2022=100
vdp-Index: Veränderung zum Vorjahresquartal
% ggü. Vorjahr
Hypoport-Gesamtindex
2010=100
Indizes im Vergleich, 2015 = 100
Index, 2015 = 100
Wohnimmobilienpreise seit 1975
2025=100
Stadtkategorien
Eigentumswohnungen
Jährliche Preisindizes der Bundesbank (2022 = 100), transaktionsgewichtet, getrennt nach den sieben größten Städten, 127 Städten sowie allen Landkreisen und kreisfreien Städten.
Eigentumswohnungen insgesamt nach Stadtkategorie
2022=100
Eigentumswohnungen: Veränderung zum Vorjahr
% ggü. Vorjahr
Eigentumswohnungen in den 7 Großstädten: Erst- und Wiederbezug
2022=100
Eigentumswohnungen in 127 Städten: Erst- und Wiederbezug
2022=100
Stadtkategorien
Häuser
Reihenhäuser und Einfamilienhäuser nach Stadtkategorien; „Häuser“ fasst beide zusammen.
Häuser insgesamt nach Stadtkategorie
2022=100
Häuser: Veränderung zum Vorjahr
% ggü. Vorjahr
Reihenhäuser: 7 Großstädte und 127 Städte
2022=100
Reihenhäuser in 127 Städten: Erst- und Wiederbezug
2022=100
Einfamilienhäuser im Wiederbezug
2022=100
Eigentumswohnungen und Häuser zusammen
2022=100
Neubau und Bestand in 127 Städten
2022=100
Stadt und Land: Wohnungen und Häuser, Veränderung zum Vorjahr
% ggü. Vorjahr
Weitere Quellen
München, internationale Indizes und historische Reihen
vdp-Index Wohneigentum München
2022=100
Wohnimmobilien insgesamt: München und Top-7-Städte
2022=100
Häuserpreisindex nach Eurostat und BIS, 2022 = 100
Index, 2022 = 100
Historische Reihen Westdeutschland 1975 bis 2014
2010=100
Einordnung
Wohnpreisindizes in der Wertermittlung
Der Verkehrswert wird nach § 194 BauGB durch den Preis bestimmt, der zum Wertermittlungsstichtag im gewöhnlichen Geschäftsverkehr zu erzielen wäre. Maßgeblich sind die allgemeinen Wertverhältnisse am Stichtag: die Gesamtheit der für die Preisbildung maßgebenden Umstände, etwa die allgemeine Wirtschaftssituation, die Verhältnisse am Kapitalmarkt sowie die wirtschaftlichen und demografischen Entwicklungen des Gebiets (§ 2 Abs. 2 ImmoWertV). Sie fließen über die Eingangsdaten und die Marktanpassung in das Wertermittlungsverfahren ein (§ 7 ImmoWertV).
Welcher Index wofür?
- Häuserpreisindex (Destatis): amtlicher Index aller Transaktionen, vierteljährlich, hedonisch qualitätsbereinigt. Geeignet für die Einordnung des bundesweiten Preisniveaus.
- Bundesbank-Indizes nach Stadtkategorien: jährlich, getrennt nach Objektart sowie Erst- und Wiederbezug. Geeignet für den Vergleich von Großstädten und Fläche.
- vdp-Immobilienpreisindex: Finanzierungsfälle der Pfandbriefbanken, vierteljährlich, mit regionalen Teilindizes für die Top-7-Städte.
- Hypoport-Gesamtindex: Finanzierungsfälle der Europace-Plattform.
Für die zeitliche Anpassung von Vergleichspreisen im Vergleichswertverfahren (§ 24 ff. ImmoWertV) sind vorrangig die Indexreihen des örtlichen Gutachterausschusses heranzuziehen (§ 18 ImmoWertV). Liegen keine vor, können überregionale Indizes als Hilfsgröße dienen; die Abweichung des örtlichen Markts ist dann sachverständig zu würdigen und zu begründen (§ 9 Abs. 1 ImmoWertV).
Den Wert einer konkreten Immobilie bestimmt ein Verkehrswertgutachten; Standortdaten finden Sie unter Standorte.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Kurz beantwortet, mit Fundstelle.
Was misst der Häuserpreisindex?
Die durchschnittliche Preisentwicklung aller Transaktionen von Wohnimmobilien (Eigentumswohnungen, Ein- und Zweifamilienhäuser), unabhängig davon, ob neu oder gebraucht. Qualitätsunterschiede werden mit hedonischen Verfahren herausgerechnet.
Warum unterscheiden sich die Indizes von Destatis, vdp und Hypoport?
Sie beruhen auf unterschiedlichen Daten: Destatis wertet die Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse aus, vdp und Hypoport Finanzierungsfälle. Auch Abgrenzung, Gewichtung und Basisjahr weichen ab. Der Vergleich auf einheitlicher Basis zeigt, dass Richtung und Wendepunkte übereinstimmen.
Was bedeuten „7 Großstädte“ und „127 Städte“?
Die Bundesbank berechnet Preisindizes für die sieben größten Städte (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart, Düsseldorf), für 127 Städte sowie für alle Landkreise und kreisfreien Städte.
Kann ich mit dem Index den Wert meiner Immobilie fortschreiben?
Nur als grobe Orientierung. Ein Index bildet den Durchschnitt eines Teilmarkts ab; Lage, Zustand, Größe und Rechte am Grundstück bestimmen den Einzelwert. Für Finanzamt, Gericht oder Bank ist ein Gutachten erforderlich.